Sonntag, 28. Februar 2010

Gesucht: Diskonter mit Verantwortung und niedrigsten Preis

Viele Erkenntnisse nach 20 Monaten Widerstand: So hat ein Diskonter nicht automatisch den niedrigsten Preis und ein Sachverständiger wenig Verständnis für die Sache.

Der Schnee ist weggeschmolzen und die Bahn frei für Hofers Bauprojekt in der Sackgasse der Heigerleinstraße.

Denn auch unser Gang zum Unabhängigen Verwaltungssenat half nichts. Dort erklärt z.B. ein Sachverständiger der MA46, dass die Gasse mit 5,5m Breite per Fahrtrichtung eine Kapazität von mindestens 1800 Pkws pro Stunde aufweist*. Jeder Autofahrer wird staunen, angesichts solcher Aussagen die weit entfernt von der Realität in Wiens Gassenwerk sind.

Unser Pech ist das Fehlen eines Paragraphen gegen Dummheit. So ist es natürlich legitim, dass sich der Hofer-Konzern über die Köpfe der AnrainerInnen hinweg, seine Ein- und Ausfahrt für 2000 Autos pro Tag in die Ruhezone der OttakringerInnen legt. Im Gegenzug bleibt aber die Sicherheit für ca. 100 Schulkinder auf der Strecke, die dort jeden Morgen über eine schutzweglose Kreuzung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gehen müssen.

Der Bezirksvorsteher Prokop und seine Stellvertreterin Weißmann zeigen sich ebenfalls äußerst entrüstet über die mangelnde Kooperationsbereitschaft des Diskonters mit dem Bezirk. Der Begriff „Diskonter“ ist übrigens mit Vorsicht zu genießen – stellte die AK in einer Preiserhebung immerhin fest (siehe vorhergehenden Blog), dass Merkur billiger als Hofer ist!

Dabei wollen die BürgerInnen nichts anders als ein Verlegen der Ein- und Ausfahrt ums Eck, in den unbewohnten Bereich der Paletzgasse, was noch dazu näher zur Hauptverkehrsader (Julis-Meinl-Straße) wäre. Oder um es kurz zu fassen, einfach „Raus aus der Sackgasse!


*...Protokoll verfügbar

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